Monatlicher Sparplan in den FTSE All World

Es ist wieder ein Monat vergangen. Wieder ist mein Sparplan ausgeführt worden. Ich habe wieder in den FTSE All World investiert.

  • Monatlicher Sparplan: 1.500,00 €
  • ETF: FTSE All World (WKN: A1JX52 / ISIN: IE00B3RBWM25)
  • Broker: Flatex*
  • Kosten für den Sparplan: 1,50€

Mein monatlicher Sparplan in den FTSE All World bei Flatex läuft schon fast seit beginn des Jahres. Auf FinanzCrack.de habe ich in den letzten Monaten schon von meinen Käufen im Juli und Juni berichtet. So langsam wird es langweilig. Aber genau so funktioniert das Sparen mit ETF Sparplänen. Regelmäßig investiert man den immer selben Betrag. Am besten automatisiert, so dass man keinen kauf vergessen kann oder auf die Idee kommt, das Geld auszugeben.

💸 Pay yourself first

Ich nutze daher gemäß dem Motto „pay yourself first“ folgende Vorgehensweise beim Kauf meiner monatlichen ETF Sparpläne:

  • Gehalt kommt auf mein Hauptkonto bei Comdirect
    • Von hier überweise ich das Geld, welches ich für meine allgemeinen monatlichen Ausgaben benötige, zu meinem N26 Girokonto. (Ich bezahle wenn möglich immer mit der Kreditkarte von N26. Dadurch erhalte ich eine gute Statistik, wofür ich mein Geld ausgegeben habe. In den Monaten Juni und Juli habe ich diese Statistik auf auf FinanzCrack.de veröffentlicht.)
    • Das Geld welches ich für die Miete brauche, überweise ich nach Eingang des Gehalts auf mein ING DiBa Tagesgeldkonto. Von hier wird es wieder zurück überwiesen, wenn die Miete tatsächlich fällig ist.
    • 1.500€ gehen dann monatlich direkt zu Flatex. Hier landet das Geld auf dem Verrechnungskonto. Bei Flatex gibt es die Option, dass die Kosten für ETF Sparpläne direkt vom Referenzkonto als Lastschrift abgebucht wird. Dies ist aber nur bis zu einem Sparplan von 1.000€ möglich. Mein Sparplan liegt aber bei 1.500€. Daher wird das Geld bei der Ausführung vom Flatex Verrechnungskonto verwendet.
      • Inzwischen gibt es bei Flatex negative Guthabenzinsen von 0,40%. Für die Ausführung meiner Sparpläne beleihe ich daher für ein paar Tage mein Depot. Mein Verrechnungskonto hat nach der Ausführung des Sparplans also erst einmal einen negativen Saldo von -1.500€. Nachdem mein Gehalt gekommen ist, überweise ich dann so schnell wie möglich die 1.500€ von meinem Comdirect Hauptkonto zu Flatex. Für diesen Zeitraum von ein paar Tagen muss ich Zinsen für den negativen Saldo auf dem Flatex Verrechnungskonto bezahlen. Dies sind aber meist nur ein paar wenige Cent pro Monat.
    • Trotz negativer Zinsen bietet Flatex meiner Meinung nach noch immer attraktive Konditionen.* Besonders herauszuheben sind die Gebühren je ETF Sparplan von pauschal 1,50€, was besonders für höhere Summen interessant ist.

FTSE All World Vorteile und Nachteile

Ich bespare gerne den FTSE All World von Vanguard. Doch Welche Vor- und Nachteile bietet das Investment in den ETF von Vanguard? Was viele ETF Investoren nicht so sehr beachten ist die Tracking Differenz. Diese möchte ich hier in den Vor- und Nachteilen etwas genaue beleuchten.

Vorteile des FTSE All World ETF

  • Man kann relativ einfach ein weltweites Depot aufbauen. Dazu reicht das Investment in einen einzigen ETF. Dieser deckt die entwickelten Märkte und die Emerging Markets ab. Früher habe ich dies mit einem MSCI World und einem MSCI Emerging Markets ETF gemacht. Seitdem ich den A1JX52 bespare kann ich das mit einem einzigen ETF machen. Dadurch habe ich beim Kauf per Sparplan nur Kosten von 1,50€, die bei Flatex je ETF Sparplanausführung anfallen.
  • Der ETF hat eine sehr geringe Tracking Differenz. Diese war in den letzten Jahren nahe bei 0. Allerdings ist dies nicht nur positiv zu sehen, denn die geringe Tracking Differenz ist auch ein entscheidender Nachteil:

Nachteile des FTSE All World ETF

  • Der FTSE All World hat eine Tracking Differenz von nahe 0,00%. Wer mehr über die Tracking Differenz von verschiedenen ETFs erfahren möchte, dem empfehle ich die Webseite TrackingDifferences.com.
    • ABER: Die Tracking Differenz bezieht sich immer nur auf den Vergleichsindex mit NETTO Dividenden. Also die Dividenden nach Abzug der Quellensteuer. Im FTSE All World stecken aktuell zu 56,6% Aktien aus den USA. In den vereinigten Staaten gilt eine Quellensteuer von 30%. In den verbleibenden restlichen Ländern ist die Quellensteuer höchst unterschiedlich. Meist liegt diese zwischen 15 und 30 %. Das heißt für euer in Investment in den FTSE All World: Bei einer Tracking Differenz von 0,00% entspricht eure Rendite genau der des FTSE All World + Dividenden abzüglich Quellensteuer.
    • Mit der Investmentsteuerreform ist auf Aktienfonds wie dem FTSE All World die Teilfreistellung von 30 Prozent der Erträge gekommen. Diese Teilfreistellung erhält man im Gegenzug für die nicht Anrechnung der Quellensteuer. Allerdings hat man für die Anrechnung der Quellensteuer eine Quellensteuer von ca. 15 Prozent angenommen.
    • Interessant ist für ein USA Investment daher der Blick auf reine S&P500 ETFs, wie sie hier aufgelistet sind. Diese hatten in den letzten Jahren eine Tracking Differenz von ca. -0,30%, d.h. die Rendite des Anlegers in den ETF war also 0,30% BESSER als die in den S&P500 (nach Abzug der Quellensteuer auf die Dividenden des ETFs).
    • Fazit der Quellensteuer-Problematik: Der FTSE All World ETF von Vanguard hat eine relativ geringe Tracking Differenz. Allerdings haben aufgrund der oben geschilderten Quellensteuer-Problematik reine S&P500 ETFs eine um ca. 0,30% bessere Tracking Differenz als das Investment in den FTSE All World. Der FTSE All World hält zu 56,6 % Aktien aus den USA. Daher könnte man sich überlegen, statt dem FTSE All World aufgrund der besseren Tracking Differenz vermehr in reine S&P500 ETFs zu investieren.

info

Über den Autor: Ich bin berufstätig in Süddeutschland und investiere seit 2015 an der Börse. Ich bin kein Freund davon mein Geld sicher aber dafür ohne nennenswerte Rendite auf dem Sparbuch oder Tagesgeld herumliegen zu lassen. Diesen Blog möchte ich daher nutzen, um meine persönliche Erfahrungen und Wissen rund um das Thema perönliche Finanzen mit Dir zu teilen. FinanzCrack.de - Level up your personal Finance!

1) Im Alltag nutze ich zwei Giroktonten. Dies ermöglicht mir einen besseren Überblick über meine perönlichen Finanzen. Dabei investiere ich gemäß dem Motto "pay your self first" direkt nach Gehaltseingang an der Börse. Mein Hauptkonto ist das kostenlose Girokonto von Comdirect*, mit dem ich sehr zufrieden bin.

2) Ich investiere bevorzugt in ETFs großer Indices mit niedrigen Gebühren. Der Großteil meines Investment Portfolios ist in dem MSCI World und FTSE All World investiert. Dagegen meide ich deutsche Aktien. Dazu nutze ich einen günstigen Online-Broker.

3) Ich benutze selbst als Broker Comdirect und Flatex. Die in letzter Zeit aufkommenden low cost Broker gab es 2015 noch nicht. Würde ich nun ein Depot eröffnen, würde meine Wahl wohl auf Trade Republic* fallen, da Trading ab einem Euro ermögichen.



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